Referenzsensor bewerten
Mögliche Positionen für reale Windwächter werden auf freie Anströmung und lokale Störeinflüsse untersucht.
Mit CFD-Strömungssimulationen untersuchen wir Gebäudeaerodynamik, Windlasten an der Fassade und geeignete Windwächterpositionen. Aus den Ergebnissen entstehen nachvollziehbare Regelzonen und Übertragungsmatrizen für Jalousie-, Sonnenschutz- und Verschattungssteuerung sowie die Gebäudeautomation.
Außenliegende Jalousien können bei einer zu späten oder undifferenzierten Reaktion durch hohe lokale Windlasten beschädigt werden. Eine differenzierte Windsteuerung fährt exponierte Bereiche gezielt in eine sichere Stellung und hält geschützte Jalousien verfügbar.
Für die dargestellte instationäre CFD-Simulation wird die Anströmrichtung über 360° variiert. So lassen sich sämtliche Windrichtungen untersuchen; zugleich werden zeitliche Geschwindigkeitsschwankungen und turbulente Strömungsstrukturen an Fassaden, Kanten und Rücksprüngen berücksichtigt.
Die Matrix entsteht aus dem Vergleich zwischen einem messbaren Referenzsignal und der lokalen Windwirkung an der Fassade. So wird aus vielen Simulationspunkten eine handhabbare Steuerungslogik.
Mögliche Positionen für reale Windwächter werden auf freie Anströmung und lokale Störeinflüsse untersucht.
Virtuelle Auswertungspunkte liegen repräsentativ in der Jalousieebene sowie dichter an Ecken, Rücksprüngen und Randbereichen.
Für jeden Windsektor wird die lokale Fassadenwirkung mit dem Referenzsignal verglichen. Ähnliche Verläufe bilden eine Zone.
Je Windsektor und Regelzone wird ein nachvollziehbarer, konservativer Übertragungsfaktor für die MSR-Logik festgelegt.
Der Vergleich zeigt, ob eine potenzielle Sensorposition das Windgeschehen über alle Richtungen ausreichend stabil und repräsentativ erfasst.
Die Zonierung folgt ähnlichen Windreaktionen über mehrere Windsektoren – nicht automatisch Geschossen oder einzelnen Fenstern.
Die Punkte an der Fassade sind normalerweise virtuelle CFD-Auswertungspunkte und keine real eingebauten Sensoren. Das Betriebssignal liefern ein oder mehrere reale Windwächter; die Übertragungsmatrix übersetzt dieses Signal auf die unterschiedlichen Fassadenzonen.
Der Mehrwert liegt nicht allein in der CFD-Berechnung, sondern in der Übersetzung in eine nutzbare Steuerungslogik. Wir verdichten Varianten, Windrichtungen und Fassadenbereiche zu einer Struktur, mit der Planung und Betrieb weiterarbeiten können.
| Regelzone | Windsektor | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | B | C | D | E | F | |
| Zone 01 | 0,42 | 0,56 | 0,71 | 0,83 | 0,65 | 0,48 |
| Zone 02 | 0,51 | 0,47 | 0,62 | 0,75 | 0,69 | 0,53 |
| Zone 03 | 0,68 | 0,64 | 0,52 | 0,41 | 0,46 | 0,59 |
| Zone 04 | 0,79 | 0,88 | 0,74 | 0,57 | 0,43 | 0,61 |
| Zone 05 | 0,45 | 0,58 | 0,81 | 0,92 | 0,76 | 0,54 |
Der Ablauf bindet Fassadenplanung, MSR und Betrieb frühzeitig ein. Modellumfang, Lastfälle und Ausgabeformat richten sich an der konkreten Entscheidung, die im Projekt getroffen werden muss.
So detailliert wie nötig, so einfach wie möglich – damit die Regelung robust bleibt und im Betrieb verstanden wird.
Wir stimmen Jalousietypen, geplante Sensorik, mögliche Steuergruppen sowie Schutz- und Betriebsziele mit den beteiligten Fachplanern ab.
Aus den Planungsdaten entsteht ein zweckgerichtetes 3D-Modell. Berücksichtigt werden die für die Windwirkung relevanten Baukörper, Fassadenversprünge und Abschirmungen.
Ausgewählte Anströmrichtungen und Lastfallklassen werden konsistent simuliert. Die Fassadenwirkung wird an definierten Auswertungsbereichen erfasst.
Ähnlich reagierende Fassadenabschnitte werden zusammengefasst. Dabei achten wir auf stabile Muster über mehrere Lastfälle und eine praktisch beherrschbare Zonierung.
Windinformation, Fassadenzone und vorgesehener Betriebszustand werden eindeutig verknüpft, plausibilisiert und als dokumentierte Schnittstelle übergeben.
Dokumentierte Anströmrichtungen, Randbedingungen und untersuchte Lastfallklassen.
Eindeutige räumliche Zuordnung der abgeleiteten Regelungsbereiche.
Abgestimmte Zuordnung von Windsektor, Regelzone und vorgesehenem Betriebszustand.
Erläuterung der Annahmen, Schnittstellen und Anwendung für die weitere Fachplanung.
Auf dieser Seite zeigen wir bewusst nur Methode und Nutzen. Reale Gebäudegeometrien, Ergebnisfelder, Schwellenwerte und Steuerungsmatrizen bleiben vertraulich. Im direkten Projektgespräch erläutern wir Vorgehen und Lieferumfang passend zu Ihrer Aufgabe.
Wenn Fassadenbereiche durch Geometrie und Windrichtung unterschiedlich belastet werden und eine pauschale Steuerung Verfügbarkeit oder Nutzungsqualität unnötig einschränkt.
Typischerweise ein 3D-Modell oder Planunterlagen, Fassaden- und Jalousiedaten, das geplante Sensor- und Steuerungskonzept sowie die konkrete Planungsfrage.
Das Ausgabeformat wird mit der Fachplanung abgestimmt. So kann die Matrix als klare Grundlage für Funktionsbeschreibung, Programmierung und Inbetriebnahme dienen.
Gebräuchlich sind unter anderem Building Aerodynamics, CFD Wind Simulation, Facade Wind Loads, Wind-Responsive Shading Control, External Venetian Blind Control, Wind Sensor Positioning, Facade Zoning sowie Control Matrix oder Transfer Matrix.
Wir klären mit Ihnen, welche Simulationstiefe und welches Ausgabeformat für Ihr Projekt sinnvoll sind.