Räumliche CO₂-Verteilung

In dicht belegten Klassenräumen steigt die CO₂-Konzentration schnell an. Eine zeitabhängige Strömungssimulation verbindet Belegung, Fenstergeometrie, Öffnungsstellung und Wetter. So wird sichtbar, wie lange eine Lüftungsstrategie wirksam bleibt und ob Komfort, Temperatur und Energiebedarf zusammenpassen.
Aus der Belegung und der CO₂-Abgabe der Schüler berechnen wir den Konzentrationsverlauf über die gesamte Unterrichtszeit. Die Auswertung zeigt, nach welcher Zeit definierte CO₂-Werte erreicht werden und wie Kippstellung oder Stoßlüftung den Verlauf verändern.
Die dargestellten Zeitpunkte dienen als Beispiel. Belastbare Werte ergeben sich aus Raumvolumen, Schülerzahl, Aktivität, Fensterstellung und Wetter des jeweiligen Projekts.


Beim vollständigen Öffnen der Fenster wird die verbrauchte Raumluft sehr schnell ausgetauscht. Gleichzeitig folgt die Raumlufttemperatur der kalten Außenluft und kann innerhalb weniger Minuten deutlich sinken.
Deshalb werden Luftqualität, thermischer Komfort und Heizenergie gemeinsam bewertet. Ziel ist eine kurze wirksame Lüftung ohne unnötig starke Auskühlung.
Der Mittelwert allein beschreibt die Luftqualität nicht vollständig. Die Simulation zeigt die räumliche Verteilung im Aufenthaltsbereich, lokale Konzentrationsspitzen über den Schülern und den zeitlichen Abtransport nach dem Öffnen der Fenster.

Alle Varianten werden mit derselben Raumgeometrie, Belegung und Außenbedingung berechnet. Dadurch lässt sich die tatsächliche Wirkung der Fensterstellung nachvollziehbar vergleichen.

Der Referenzfall zeigt die CO₂-Anreicherung durch die anwesenden Personen. Der Außenluftwechsel beschränkt sich auf vorhandene Fugen und sonstige Undichtigkeiten.

Die Kippstellung ermöglicht einen kontinuierlichen, aber wetterabhängigen Luftwechsel. Untersucht werden CO₂-Abfuhr, winterliche Zugluft und Wärmeverlust.

Vollständig geöffnete Fenster erzeugen kurzfristig einen hohen Luftaustausch. Bewertet werden Absenkung der CO₂-Konzentration, notwendige Öffnungsdauer und thermischer Komfort.
Raum, Fenster und Öffnungswinkel werden im Modell entsprechend der Planung abgebildet. Die CO₂-Abgabe der Personen, Unterrichtszeiten, Außenkonzentration, Temperatur und Windbedingungen bilden die Randbedingungen. Anschließend wird für jede Fensterstellung berechnet, wie sich Strömung, Luftwechsel, CO₂-Konzentration und Raumtemperatur im Zeitverlauf entwickeln.
Raumgeometrie, Fensterflächen und Öffnungsstellungen aus der Planung übernehmen
Belegung, Nutzungszeiten und CO₂-Abgabe der Personen festlegen
Wetter, Außenkonzentration und thermische Randbedingungen definieren
Geschlossenen Zustand, Kippstellung und Stoßlüftung zeitabhängig simulieren
CO₂-Verlauf, Luftwechsel, Temperatur, Zugluft und Wärmeverlust vergleichen
Ein hoher theoretischer Volumenstrom allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, ob die frische Außenluft die belegten Bereiche erreicht und wie schnell verbrauchte Raumluft abgeführt wird.
Zeitlicher Verlauf und räumliche Verteilung im belegten Klassenraum.
Tatsächlicher Volumenstrom durch die Fenster bei der jeweiligen Wetterlage.
Lokale Abkühlung und Luftgeschwindigkeit im Aufenthaltsbereich.
Erforderliche Häufigkeit und Dauer der Stoßlüftung im Unterrichtsbetrieb.
Die Auswertung zeigt, ob Fensterlüftung ausreicht, welche Öffnungsstellung sinnvoll ist und wann eine mechanische Unterstützung erforderlich wird. Daraus entstehen klare Vorgaben für Planung, Automatisierung und späteren Schulbetrieb.
Weil sich der Außenluftstrom im Raum ungleich verteilen kann. Die Strömungssimulation zeigt, welche Bereiche tatsächlich durchlüftet werden.
Ja. Temperaturdifferenz, Wind und Öffnungsdauer werden passend zur Jahreszeit angesetzt und getrennt bewertet.
Ja. Die Ergebnisse können Öffnungswinkel, Dauer und Intervalle für manuelle oder automatisierte Lüftungsstrategien vorgeben.
Wir prüfen Belegung, Fensterkonzept und maßgebende Wetterfälle und entwickeln daraus eine nachvollziehbare Lüftungsstrategie.