Freier Kaltluftabfall
Ohne wirksame Unterbrechung wächst die kalte Grenzschicht über die Fassadenhöhe an und breitet sich am Boden in den Raum aus.
An hohen Glasfassaden kühlt sich die angrenzende Raumluft ab und sinkt entlang der Verglasung nach unten. Am Boden strömt sie in den Aufenthaltsbereich. Ob daraus Zugluft oder ein lokales Komfortproblem entsteht, hängt von Fassadenhöhe, Oberflächentemperatur, Geometrie und Heizkonzept ab.
Horizontale Fassadenabsätze unterbrechen den Kaltluftabfall nur dann wirksam, wenn ihre Tiefe zur Dicke der kalten Grenzschicht passt. Die vier Schemata zeigen, wie sich der Luftstrom je nach Ausladung verändert.

Ohne wirksame Unterbrechung wächst die kalte Grenzschicht über die Fassadenhöhe an und breitet sich am Boden in den Raum aus.
Kurze Absätze stören die Strömung nur lokal. Ein wesentlicher Teil des Kaltluftstroms setzt sich nach unten fort.
Die Strömung wird je Ebene stärker abgelöst. Lokale Umlenkungen und Rezirkulationen reduzieren den durchgehenden Fallstrom.
Tiefe Absätze fangen den Fallstrom weitgehend ab und lenken ihn bereits auf den einzelnen Ebenen in den Raum um.

Die CFD-Darstellung zeigt, wie sich die Raumluft unmittelbar an der kalten Verglasung abkühlt und als zusammenhängende Strömung nach unten fällt. Mit zunehmender Fallhöhe kann die Geschwindigkeit ansteigen. Am Boden wird die kalte Luft in den Aufenthaltsbereich umgelenkt – genau dort können im Winter Zugerscheinungen entstehen.
Das CFD-Modell bildet Verglasung, Fassadenabsätze, Brüstungen, Heizflächen und den relevanten Aufenthaltsbereich geometrisch ab. Für einen Winterfall werden Oberflächentemperaturen, Außenklima, Raumtemperatur und Heizleistung zusammengeführt.
Fassadenhöhe, Verglasung, Absätze, Brüstungen und Heizsystem erfassen
Oberflächentemperaturen und thermische Randbedingungen für den Winterfall festlegen
Fallströmung, Mischung und Wechselwirkung mit Konvektoren oder Fußbodenheizung simulieren
Luftgeschwindigkeit, Temperatur und Zugluftrisiko in Aufenthaltszonen auswerten
Die Simulation zeigt, wo der Fallstrom entsteht, wie weit er in den Raum eindringt und welche Maßnahme tatsächlich wirkt. Varianten lassen sich direkt vergleichen, bevor Konstruktion und Heizkonzept festgelegt werden.
Bei hohen oder großflächigen Verglasungen, niedrigen inneren Oberflächentemperaturen und sensiblen Aufenthaltsbereichen direkt an der Fassade.
Für eine erste Einordnung ja. Bei komplexer Geometrie, mehrgeschossigen Fassaden oder wechselwirkenden Heizsystemen liefert die räumliche Simulation die belastbarere Bewertung.
Ja. Leistung, Lage und Ausblastemperatur können als Varianten abgebildet und hinsichtlich Komfortwirkung und Energiebedarf verglichen werden.
Wir klären mit Ihnen Geometrie, Winterrandbedingungen und die geeigneten Bewertungskriterien für Ihr Projekt.