SWKI VA103-01 · Kohlenmonoxid · Natürliche Belüftung

CO-Nachweis für natürlich belüftete Tiefgaragen

Freie Öffnungen sind nur wirksam, wenn die Luftwege zusammenpassen

Bei natürlich belüfteten Tiefgaragen reicht die reine Summe der Öffnungsflächen nicht aus. Lage, Abstand und freier Querschnitt der Öffnungen, die Garagengeometrie sowie Wind und Temperatur bestimmen den tatsächlichen Luftaustausch. Wir führen den CO-Nachweis auf Grundlage der SWKI VA103-01 und der projektspezifischen Randbedingungen.

Helle Tiefgarage mit seitlichen Fassadenöffnungen und dezent visualisierten Luftwegen
Konzeptionelle KI-Visualisierung einer natürlich belüfteten Tiefgarage.

Luft muss von einer wirksamen Öffnung zur anderen strömen können

Rampen, Lichtschächte und dauerhaft freie Fassadenöffnungen können die erforderliche Frischluft bereitstellen. Entscheidend sind jedoch die Druckdifferenzen und der ungehinderte Strömungsweg durch alle Parkbereiche. Ungünstige Windrichtungen, Abschirmungen oder tiefe Grundrisse werden deshalb als kritische Fälle mitbewertet.

Von der Fahrzeugbelegung bis zur zulässigen CO-Belastung

Der Nachweis verbindet Nutzung, Fahrzeugbewegungen und Emissionsansätze mit der verfügbaren natürlichen Belüftung. Wir dokumentieren Annahmen und Rechenweg nachvollziehbar und stimmen die zu untersuchenden Betriebsfälle mit Planung und Genehmigungsstelle ab.

Verkehr und Emissionen Freie Öffnungsquerschnitte Wind, Druck und Gebäudegeometrie Luftwechsel und CO-Konzentration Kritische Betriebsfälle und Reserven

Freie Öffnungen

Wir bewerten anrechenbare Querschnitte, Lage und Abstand der Öffnungen sowie Rampen, Schächte und mögliche Abschirmungen.

CO-Berechnung

Fahrzeugbelegung, Bewegungen und Emissionen werden mit dem Luftaustausch zu einem nachvollziehbaren Konzentrationsnachweis verbunden.

Wind und Druck

Fassadendruck, Gelände und Bebauung können die natürliche Querlüftung je nach Windrichtung unterstützen oder begrenzen.

CFD bei komplexer Geometrie

Bei tiefen, verwinkelten oder abgeschirmten Garagen macht die Strömungssimulation Totzonen und lokale CO-Schwerpunkte sichtbar.

Vom Grundriss zum belastbaren CO-Nachweis

Der Bearbeitungsumfang richtet sich nach Geometrie, Nutzung und Genehmigungsanforderung. Eine CFD-Vertiefung setzen wir gezielt dort ein, wo ein vereinfachter Ansatz die räumliche Verteilung nicht ausreichend beschreibt.

  1. 01

    Grundriss, Nutzung, Fahrzeugbewegungen und Emissionsansätze erfassen

  2. 02

    Freie Öffnungen, Rampen, Schächte und Randbedingungen prüfen

  3. 03

    Luftaustausch und CO-Konzentration für kritische Fälle berechnen

  4. 04

    Nachweis dokumentieren und erforderliche Verbesserungen benennen

Entscheidungsgrundlagen für die weitere Planung

Nachweis nach SWKI VA103-01 mit dokumentierten Annahmen Bewertung der freien und wirksamen Öffnungsquerschnitte CO-Konzentration für maßgebende Betriebsfälle Empfehlungen zu Öffnungen oder mechanischer Ergänzung

Häufige Fragen

Wann ist eine natürliche Belüftung ausreichend?

Das hängt nicht nur von der gesamten Öffnungsfläche ab. Wir prüfen freie Querschnitte, Verteilung, Strömungswege, Nutzung und die maßgebenden Randbedingungen im projektspezifischen Nachweis.

Wie wird der Nachweis nach SWKI VA103-01 geführt?

Die angesetzten Fahrzeugbewegungen und Emissionen werden mit dem verfügbaren Luftaustausch verknüpft. Rechenansätze, Betriebsfälle und Ergebnisse werden transparent dokumentiert.

Wann ist eine CFD-Simulation sinnvoll?

CFD ist besonders hilfreich bei tiefen oder verwinkelten Grundrissen, ungleich verteilten Öffnungen, Abschirmungen und möglichen Totzonen. Sie ergänzt den rechnerischen Nachweis um die räumliche Verteilung.

Ersetzt das die Brandsimulation?

Nein. Luftqualität im Normalbetrieb und Rauchkontrolle im Brandfall sind unterschiedliche Planungsfragen und werden mit den jeweils erforderlichen Szenarien bewertet.

Grundriss und Öffnungen gemeinsam prüfen

Für eine erste Einschätzung genügen meist Garagengrundriss, Schnitte, Stellplatzzahl, Nutzung und Angaben zu den freien Öffnungen.

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